Wann Schneidebrett austauschen? 7 eindeutige Anzeichen

Wann muss ein Schneidebrett ausgetauscht werden? Diese 7 Anzeichen solltest du beachten
Wann muss ein Schneidebrett ausgetauscht werden? Diese 7 Anzeichen solltest du beachten
20. August 2026
Wann muss ein Schneidebrett ausgetauscht werden? Diese 7 Anzeichen solltest du beachten

Wann muss ein Schneidebrett ausgetauscht werden? Diese 7 Anzeichen solltest du beachten

Ein paar Messerspuren machen aus einem guten Schneidebrett noch lange keinen Fall für den Müll. Schließlich ist ein Schneidebrett ein Gebrauchsgegenstand. Gerade bei einem massiven Holzbrett gehören mit der Zeit kleine Schnitte und Veränderungen der Oberfläche dazu.

Doch irgendwann stellt sich die Frage: Kann ich dieses Brett noch bedenkenlos benutzen oder sollte ich mein Schneidebrett austauschen?

Eine pauschale Lebensdauer gibt es dafür nicht. Entscheidend ist nicht, ob dein Brett zwei, fünf oder zehn Jahre alt ist, sondern in welchem Zustand es sich befindet. Wird die Oberfläche so stark beschädigt, dass sie sich nicht mehr vernünftig reinigen lässt, entstehen tiefe Risse oder zeigt sich Schimmel, solltest du handeln.

Bei einem Holzschneidebrett bedeutet das allerdings nicht automatisch, dass du ein neues brauchst. Massives Holz lässt sich in vielen Fällen abschleifen, neu ölen und weiterverwenden. Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick.

Wann sollte man ein Schneidebrett austauschen?

Ein Schneidebrett sollte ausgetauscht werden, wenn es stark verschlissen oder dauerhaft beschädigt ist und sich seine Schneidfläche nicht mehr zuverlässig reinigen oder sinnvoll aufarbeiten lässt.

Besonders aufmerksam solltest du bei tiefen, schwer zu reinigenden Messerrillen, offenen Rissen, Schimmel oder größeren strukturellen Schäden werden. Das USDA empfiehlt, Holz- und Kunststoffbretter zu ersetzen, wenn sie übermäßig verschlissen sind oder schwer zu reinigende Rillen entwickelt haben.

Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen Verschleiß und einem tatsächlichen Defekt. Oberflächliche Schnittspuren auf Holz, eine etwas raue Oberfläche oder ein vorübergehender Geruch sind nicht automatisch Gründe für einen Austausch.

Bei einem hochwertigen Massivholzbrett lässt sich die Schneidfläche häufig wieder aufarbeiten. Wie das funktioniert, erfährst du auch in unserem Ratgeber zur Pflege von Holzschneidebrettern.

Altes verschlissenes Schneidebrett mit deutlichen Gebrauchsspuren
Deutliche Gebrauchsspuren sind ein guter Anlass, das Schneidebrett genauer zu prüfen. Entscheidend ist vor allem, ob sich die Oberfläche noch zuverlässig reinigen oder bei einem Holzbrett aufarbeiten lässt.

7 Anzeichen, dass du dein Schneidebrett genauer prüfen solltest

1. Tiefe Messerrillen lassen sich nicht mehr richtig reinigen

Messerspuren sind zunächst völlig normal. Wer regelmäßig auf einem Brett schneidet, hinterlässt zwangsläufig Spuren.

Problematisch wird es, wenn aus feinen Schnittspuren tiefe Furchen werden. In ausgeprägten Rillen können sich Feuchtigkeit und Lebensmittelreste festsetzen, und die Stellen werden zunehmend schwieriger zu reinigen.

Genau hier liegt die entscheidende Grenze: Nicht jeder sichtbare Kratzer macht ein Schneidebrett unhygienisch. Relevant wird der Verschleiß vor allem dann, wenn die Oberfläche nicht mehr zuverlässig sauber gehalten werden kann.

Bei Kunststoff ist dieser Punkt besonders wichtig. Stark zerfurchte Kunststoffoberflächen lassen sich nicht ohne Weiteres wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen. Ein deutlich verschlissenes Kunststoffbrett sollte deshalb ersetzt werden.

Massives Holz bietet dagegen einen Vorteil: Die beschädigte oberste Schicht kann je nach Tiefe der Spuren abgeschliffen werden. Anschließend wird die Oberfläche geglättet und neu geölt.

Altes Holzschneidebrett mit Gebrauchsspuren vor dem Abschleifen
Bei einem massiven Holzschneidebrett können starke Gebrauchsspuren häufig aufgearbeitet werden. Ob Abschleifen noch sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Tiefe der Schäden und dem Zustand des Bretts ab.

Wenn dein Holzbrett grundsätzlich hochwertig und stabil ist, lohnt sich daher vor einem Neukauf die Prüfung, ob eine Aufarbeitung möglich ist. Für stärker beanspruchte Bretter bietet naturecrafts einen Abschleifservice für Schneidebretter an.

2. Das Brett hat tiefe oder offene Risse

Bei Holz solltest du zwischen feinen oberflächlichen Veränderungen und einem tiefen, offenen Riss unterscheiden.

Holz reagiert auf Feuchtigkeit und Temperatur. Wird ein Holzbrett lange eingeweicht, sehr heiß gespült oder beispielsweise direkt an einer Heizung getrocknet, entstehen Spannungen im Material. Im ungünstigen Fall kann das Holz reißen.

Eine feine oberflächliche Linie bedeutet noch nicht automatisch, dass das Brett entsorgt werden muss. Entscheidend ist, wie tief und offen der Riss ist und ob sich der Bereich noch vollständig reinigen und fachgerecht reparieren lässt.

Bei tiefen Spalten ist Vorsicht angebracht. Lebensmittelreste und Feuchtigkeit können dort hineingelangen, während die Reinigung schwierig wird. Außerdem kann ein struktureller Riss weiterarbeiten und größer werden.

Bei einem wertigen Massivholzbrett kann eine fachgerechte Reparatur möglich sein. Einfach einen tiefen Riss zu ignorieren oder lediglich Öl hineinzureiben, ist dagegen keine sinnvolle Lösung.

Ist der Riss groß, reicht tief in das Brett hinein oder beeinträchtigt die Stabilität, sollte das Brett professionell beurteilt, repariert oder ersetzt werden.

BILD-TIPP: Nahaufnahme eines geöffneten Risses in einem Massivholz-Schneidebrett. Das Foto sollte einen deutlich problematischen Riss zeigen und nicht lediglich die natürliche Maserung. Platzierung neben der Erklärung zu tiefen Rissen. Alt-Text: „Tiefer Riss in einem Holzschneidebrett“.

3. Das Schneidebrett ist dauerhaft stark verzogen

Ein Schneidebrett sollte beim Schneiden stabil auf der Arbeitsfläche liegen. Ein leicht verzogenes Holzbrett muss zwar nicht automatisch ersetzt werden, eine starke Verformung kann jedoch zum praktischen Problem werden.

Wackelt das Brett beim Schneiden, fehlt eine stabile Arbeitsfläche. Prüfe zunächst, ob tatsächlich das Brett die Ursache ist. Unebene Arbeitsplatten, Füße oder eine fehlende rutschhemmende Unterlage können ebenfalls dafür verantwortlich sein.

Holz kann sich verziehen, wenn es ungleichmäßig Feuchtigkeit aufnimmt oder abgibt. Deshalb solltest du ein Holzschneidebrett nicht einweichen und nach der Reinigung so trocknen lassen, dass Luft an beide Seiten gelangt.

Eine leichte Verformung kann je nach Konstruktion korrigierbar sein. Bleibt das Brett dagegen stark krumm, wackelt dauerhaft und lässt sich nicht mehr sicher benutzen, ist eine Reparatur oder ein Austausch sinnvoll.

Mehr zur richtigen Reinigung, Trocknung und zum Ölen findest du in unseren Pflegetipps für Holzprodukte.

4. Du entdeckst Schimmel am Schneidebrett

Schimmel ist etwas anderes als eine harmlose Verfärbung durch Rote Bete, Kräuter oder andere stark färbende Lebensmittel.

Zeigen sich verdächtige pelzige, punktförmige oder sich ausbreitende Beläge, solltest du das Brett zunächst nicht weiter für Lebensmittel verwenden.

Besonders kritisch sind tiefer sitzende oder wiederkehrende Veränderungen in Rissen und porösen Bereichen. Bei einem Lebensmittelkontaktmaterial ist eine rein optische Entfernung kein ausreichender Grund, davon auszugehen, dass das Problem vollständig beseitigt wurde.

Bei eindeutigem, tiefergehendem Schimmelbefall ist der Austausch daher die sichere Entscheidung. Das gilt insbesondere dann, wenn sich nicht zuverlässig feststellen lässt, wie weit der Befall in beschädigte Bereiche vorgedrungen ist.

Vorbeugen kannst du vor allem durch vollständiges Trocknen: Nach der Reinigung sollte ein Holzbrett nicht nass und flach auf einer geschlossenen Fläche liegen. Stelle es zum Trocknen aufrecht, sodass die Feuchtigkeit von beiden Seiten entweichen kann.

BILD-TIPP: Detailaufnahme eines tatsächlich verschimmelten Holzbretts im Vergleich zu einer normalen dunklen Holzverfärbung. Das Motiv soll helfen, harmlose Farbunterschiede nicht vorschnell mit Schimmel zu verwechseln. Alt-Text: „Schimmel auf einem Holzschneidebrett erkennen“.

5. Hartnäckiger Geruch verschwindet trotz Reinigung nicht

Zwiebeln, Knoblauch oder Fisch können ihren Geruch eine Weile auf einem Schneidebrett hinterlassen. Das allein bedeutet nicht, dass du das Schneidebrett wechseln musst.

Reinige das Brett zunächst gründlich und lasse es vollständig trocknen. Bei Holz kann auch eine Auffrischung der Oberfläche sinnvoll sein. In unseren Pflegetipps findest du weitere Hinweise zur Behandlung von Gerüchen und zur regelmäßigen Pflege.

Bleibt ein ungewöhnlicher, muffiger oder unangenehmer Geruch dauerhaft bestehen, solltest du nach der Ursache suchen. Prüfe vor allem tiefe Rillen, Risse und schwer zugängliche Stellen.

Der Geruch allein ist kein zuverlässiger Hygienetest. Zusammen mit tiefen Schäden, dauerhaft feuchten Bereichen oder sichtbaren Veränderungen ist er jedoch ein guter Anlass, das Brett genauer zu untersuchen.

6. Starke Verfärbungen lassen sich nicht einordnen oder entfernen

Eine Verfärbung ist nicht automatisch ein Grund, ein Schneidebrett zu entsorgen.

Rote Bete, Beeren, Tomaten, Gewürze und andere Lebensmittel können sichtbare Spuren hinterlassen. Bei Holz verändert sich zudem die Farbe im Laufe der Zeit ganz natürlich. Auch die Maserung selbst kann dunkle Bereiche enthalten.

Entscheidend ist deshalb nicht die Farbe allein. Frage dich:

  • Ist die Stelle nach einem bestimmten Lebensmittel entstanden?
  • Ist sie nur oberflächlich?
  • Ist das Brett vollständig trocken?
  • Gibt es zusätzlich einen ungewöhnlichen Geruch?
  • Handelt es sich möglicherweise um Schimmel?

Bei massivem Holz lassen sich hartnäckige oberflächliche Gebrauchsspuren häufig durch vorsichtiges Schleifen entfernen. Danach muss die Fläche wieder entsprechend behandelt werden.

Eine rein optische Verfärbung ist dagegen kein überzeugender Grund, ein funktionierendes Brett wegzuwerfen.

7. Die Oberfläche lässt sich nicht mehr zuverlässig reinigen oder aufarbeiten

Dieses Kriterium fasst letztlich die wichtigste Entscheidung zusammen.

Kannst du die Schneidfläche nach dem Gebrauch noch vollständig reinigen? Ist das Brett stabil? Sind Schäden oberflächlich oder lassen sie sich fachgerecht beseitigen?

Wenn die Antwort darauf ja lautet, muss ein Brett wegen seines Alters nicht automatisch ersetzt werden.

Ist die Oberfläche dagegen so stark zerfurcht, gerissen oder beschädigt, dass eine gründliche Reinigung nicht mehr möglich ist, hat das Brett das Ende seiner sinnvollen Nutzungsdauer erreicht. Das USDA nennt übermäßigen Verschleiß und schwer zu reinigende Rillen ausdrücklich als Gründe für den Austausch eines Schneidebretts.

Bei Kunststoff bedeutet das in der Regel: ersetzen. Bei massivem Holz lohnt sich vorher die Frage, ob genügend Material vorhanden ist, um die Oberfläche fachgerecht abzuschleifen.

Dein altes Holzbrett ist stark beansprucht, aber eigentlich zu schade zum Wegwerfen? Dann schau dir unseren professionellen Abschleifservice an. Ist eine Aufarbeitung nicht mehr sinnvoll, findest du bei unseren Schneidebrettern aus Massivholz einen passenden Ersatz.

Wann sollte man Holz- und Kunststoff-Schneidebretter austauschen?

Für Holz und Kunststoff gilt dieselbe Grundregel: Entscheidend ist der Zustand der Schneidfläche und nicht ein bestimmtes Alter.

In der Praxis gibt es dennoch einen wesentlichen Unterschied. Eine massiv ausgeführte Holzoberfläche kann abgeschliffen und anschließend neu behandelt werden. Bei einem stark zerfurchten Kunststoffbrett ist eine vergleichbare Aufarbeitung im Haushalt normalerweise nicht sinnvoll.

Merkmal Holzschneidebrett Kunststoff-Schneidebrett
Leichte Schnittspuren Normaler Gebrauch; meist kein Austausch nötig Normaler Gebrauch; Zustand beobachten
Tiefe Rillen Aufarbeitung durch Schleifen kann möglich sein Bei schwer zu reinigenden Rillen Austausch sinnvoll
Risse Je nach Tiefe und Konstruktion reparierbar; tiefe offene Risse kritisch prüfen Bei strukturellen Schäden in der Regel ersetzen
Verformung Leichte Verformung teilweise korrigierbar; bei instabiler Schneidfläche handeln Bei dauerhafter starker Verformung ersetzen
Aufarbeitung Bei Massivholz häufig möglich Stark beschädigte Schneidflächen werden üblicherweise ersetzt
Austausch sinnvoll, wenn Schäden nicht mehr sicher gereinigt oder fachgerecht aufgearbeitet werden können starker Verschleiß und schwer zu reinigende Rillen vorhanden sind

Wer bewusst auf Langlebigkeit setzt, findet bei naturecrafts sowohl Stirnholz-Schneidebretter als auch klassische Längsholz-Schneidebretter aus Massivholz.

Behalten, aufarbeiten oder austauschen?

Du möchtest nicht lange überlegen? Diese kurze Entscheidungshilfe gibt dir eine erste Orientierung:

Behalten

  • nur feine, oberflächliche Messerspuren
  • Brett lässt sich problemlos reinigen
  • keine tiefen Risse
  • keine verdächtigen Beläge
  • stabile und sichere Schneidfläche

Aufarbeiten

  • massives Holzbrett mit stärker beanspruchter Oberfläche
  • oberflächliche Flecken oder Gebrauchsspuren
  • raue Holzoberfläche
  • Messerspuren, die sich durch fachgerechtes Schleifen entfernen lassen
  • das Brett ist ansonsten strukturell intakt

Austauschen oder fachgerecht beurteilen lassen

  • sehr tiefe, schwer zu reinigende Rillen
  • tiefe offene oder strukturelle Risse
  • eindeutiger Schimmelbefall
  • starke dauerhafte Verformung mit instabiler Schneidfläche
  • Oberfläche lässt sich nicht mehr ausreichend reinigen
  • Schäden können nicht sinnvoll aufgearbeitet werden

Wie lange hält ein Schneidebrett?

Eine seriöse Antwort in Form von „alle zwei Jahre“ oder „nach fünf Jahren“ gibt es nicht. Schneidebretter altern abhängig von Material, Qualität, Nutzung und Pflege sehr unterschiedlich.

Ein täglich genutztes, dünnes Kunststoffbrett kann wesentlich schneller starke Schnittspuren entwickeln als ein solides Holzschneidebrett. Ein hochwertiges Massivholzbrett wiederum kann bei guter Pflege sehr lange genutzt und bei Bedarf mehrfach aufgearbeitet werden.

Deshalb ist der Zustand aussagekräftiger als das Alter.

Kontrolliere dein Brett regelmäßig mit drei einfachen Fragen:

  1. Kann ich die gesamte Schneidfläche noch gut reinigen?
  2. Ist das Brett stabil und frei von problematischen Rissen oder Schimmel?
  3. Kann ich vorhandene Schäden bei Bedarf sinnvoll aufarbeiten?

Kannst du alle drei Fragen mit Ja beantworten, gibt es normalerweise keinen Grund, das Brett allein wegen seines Alters zu ersetzen.

So hält dein Holzschneidebrett länger

Viele typische Schäden lassen sich vermeiden. Bei einem Holzbrett kommt es vor allem darauf an, starke und ungleichmäßige Feuchtigkeit sowie extreme Hitze zu vermeiden.

  • Reinige das Brett zeitnah nach der Benutzung.
  • Lass es nicht längere Zeit im Spülwasser liegen.
  • Gib ein Massivholzbrett nicht in die Spülmaschine, wenn der Hersteller dies ausschließt.
  • Trockne das Brett so, dass Luft an beide Seiten gelangt.
  • Lagere es nicht dauerhaft direkt an einer Heizung oder in starker Sonne.
  • Pflege die Oberfläche bei Bedarf mit einem für den Lebensmittelkontakt geeigneten Holzpflegeöl.
  • Arbeite eine stark beanspruchte Oberfläche auf, bevor aus kleinen Schäden große werden.

Nach der Reinigung solltest du dein Holzschneidebrett nicht nass und flach auf der Arbeitsfläche liegen lassen. Stelle es zum Trocknen möglichst so auf, dass Luft an beide Seiten gelangt. Dadurch kann die Feuchtigkeit gleichmäßiger entweichen.

Holzschneidebrett aufrecht zum Trocknen aufgestellt
Aufrecht aufgestellt kann das Holzschneidebrett nach der Reinigung von beiden Seiten trocknen.

Auch die regelmäßige Pflege der Oberfläche spielt eine Rolle. Je nach Nutzung und Zustand kann ein geeignetes Pflegeöl dabei helfen, das Holz vor übermäßiger Austrocknung zu schützen und die Oberfläche in einem guten Zustand zu halten.

Holzschneidebrett mit Pflegeöl behandeln
Regelmäßige Pflege unterstützt den Erhalt der Holzoberfläche und trägt dazu bei, das Schneidebrett lange in gutem Zustand zu halten.

Eine ausführliche Anleitung findest du in unseren Pflegetipps für Holzprodukte.

Auch wichtig: Kreuzkontamination vermeiden

Der Zustand des Bretts ist nur ein Teil der Küchenhygiene. Ebenso wichtig ist der Umgang damit.

Nach Kontakt mit rohem Fleisch, Geflügel, Fisch oder anderen kritischen rohen Lebensmitteln sollten Schneidebrett, Messer und weitere benutzte Küchenutensilien gründlich gereinigt werden, bevor darauf verzehrfertige Lebensmittel verarbeitet werden.

Eine praktische Lösung besteht darin, unterschiedliche Bretter für unterschiedliche Aufgaben zu verwenden. So lässt sich beispielsweise ein Brett für Brot, Obst und Gemüse und ein anderes für rohe tierische Lebensmittel vorsehen.

Unabhängig davon, ob du Holz oder Kunststoff verwendest, ersetzt eine gute Materialwahl niemals die sorgfältige Reinigung und den bewussten Umgang mit rohen Lebensmitteln.

FAQ: Häufige Fragen zum Austausch von Schneidebrettern

Wie oft sollte man ein Schneidebrett austauschen?

Es gibt kein allgemein gültiges Austauschintervall. Entscheidend ist der Zustand. Ein Brett sollte ersetzt oder fachgerecht aufgearbeitet werden, wenn es stark verschlissen ist, schwer zu reinigende Rillen oder andere nicht mehr sinnvoll behebbare Schäden aufweist.

Wann sind Rillen im Schneidebrett zu tief?

Eine exakte Tiefe in Millimetern ist kein sinnvoller allgemeiner Grenzwert. Entscheidend ist, ob sich die Rillen noch zuverlässig reinigen lassen. Stark zerfurchte und schwer zu reinigende Bretter sollten ausgetauscht werden.

Ist ein zerkratztes Schneidebrett unhygienisch?

Nicht jeder Kratzer ist automatisch ein Hygieneproblem. Feine Gebrauchsspuren sind normal. Problematisch wird eine stark beschädigte Oberfläche vor allem dann, wenn sich Rillen und Vertiefungen nicht mehr ausreichend reinigen lassen.

Kann man ein Holzschneidebrett abschleifen?

Massive Holzschneidebretter lassen sich häufig abschleifen. Dabei wird die beanspruchte oberste Holzschicht abgetragen und anschließend wieder geglättet und behandelt. Wie gut das möglich ist, hängt von Konstruktion, Materialstärke und Art des Schadens ab.

Bei stark beanspruchten Brettern kann ein professioneller Abschleifservice für Schneidebretter sinnvoll sein.

Wann sollte man ein Kunststoff-Schneidebrett entsorgen?

Ein Kunststoffbrett sollte ausgetauscht werden, wenn es übermäßig verschlissen ist oder tiefe beziehungsweise schwer zu reinigende Messerrillen entwickelt hat. Anders als eine massive Holzoberfläche lässt sich eine stark zerfurchte Kunststoff-Schneidfläche normalerweise nicht durch einfaches Abschleifen sinnvoll erneuern.

Was tun, wenn das Schneidebrett riecht?

Reinige das Brett zunächst gründlich und lasse es vollständig trocknen. Gerüche von Zwiebeln, Knoblauch oder Fisch sind nicht automatisch ein Austauschgrund.

Bleibt ein ungewöhnlicher oder muffiger Geruch bestehen, prüfe das Brett auf tiefe Rillen, Risse, Feuchtigkeit und sichtbare Veränderungen. Weitere Hinweise findest du in unseren Pflegetipps für Holzprodukte.

Kann man ein Schneidebrett mit Schimmel noch verwenden?

Ein Brett mit eindeutigem Schimmelbefall solltest du zunächst nicht mehr für Lebensmittel verwenden. Bei tiefgehendem oder wiederkehrendem Befall und bei Schimmel in Rissen oder schwer zugänglichen Bereichen ist ein Austausch die sichere Entscheidung.

Lohnt es sich, ein altes Holzschneidebrett aufzuarbeiten?

Ja, wenn das Brett aus ausreichend starkem Massivholz besteht und keine irreparablen strukturellen Schäden aufweist. Messerspuren, eine raue Oberfläche und manche oberflächlichen Verfärbungen lassen sich häufig abschleifen. Anschließend wird die Oberfläche neu behandelt.

Ist dein Brett grundsätzlich noch in gutem Zustand, kannst du prüfen, ob der Abschleifservice von naturecrafts eine Alternative zum Neukauf ist.

Fazit: Nicht das Alter entscheidet, sondern der Zustand

Du musst ein Schneidebrett nicht austauschen, nur weil es sichtbar benutzt wurde. Kleine Messerspuren, eine natürliche Patina oder eine vorübergehend raue Holzoberfläche gehören bei einem Gebrauchsgegenstand dazu.

Anders sieht es bei tiefen, schwer zu reinigenden Rillen, starken Rissen, eindeutigem Schimmel oder irreparablen Verformungen aus. Dann solltest du das Brett nicht einfach weiterverwenden.

Bei Holz lohnt sich allerdings ein zusätzlicher Schritt vor der Entsorgung: Prüfe, ob sich die Schneidfläche abschleifen und neu behandeln lässt. Gerade bei einem massiven, hochwertigen Brett kann eine Aufarbeitung seine Nutzungsdauer deutlich verlängern.

Wenn dein bisheriges Brett tatsächlich ausgedient hat, findest du bei naturecrafts handgefertigte Schneidebretter aus Massivholz. Für besonders robuste Schneidflächen kannst du dir außerdem unsere Stirnholz-Schneidebretter ansehen.

Und wenn dein vorhandenes Holzbrett eigentlich noch viel zu gut zum Wegwerfen ist? Dann kann der Abschleifservice von naturecrafts die sinnvollere Lösung sein.

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