Die Pizza ist fertig gebacken und kommt heiß aus dem Ofen. Jetzt muss sie nur noch portioniert werden. Doch womit lässt sich Pizza am besten schneiden – mit einem Pizzaroller, einem klassischen Messer oder einem Wiegemesser?
Wir beschäftigen uns bei Nature Crafts nicht nur mit dem Pizzabacken selbst, sondern auch mit dem Arbeitsplatz drumherum. Dazu gehört für uns ein vernünftiges Pizzabrett genauso wie das Werkzeug, mit dem die fertige Pizza darauf geschnitten wird.
In diesem Ratgeber schauen wir uns die verschiedenen Möglichkeiten an und erklären, worauf wir beim Schneiden unserer eigenen Pizza achten.
Warum das richtige Schneidewerkzeug einen Unterschied macht
Eine Pizza besteht nicht nur aus einem dünnen Teigboden. Je nach Pizza müssen gleichzeitig der gebackene Boden, der Rand, geschmolzener Käse und unterschiedliche Beläge sauber durchtrennt werden.
Dabei soll möglichst nicht mehrfach an derselben Stelle gearbeitet werden müssen. Gleichzeitig möchten wir den Belag nicht unnötig über die Pizza schieben.
Für diesen Arbeitsschritt kommen vor allem drei Werkzeuge infrage:
- Pizzaroller bzw. Pizzaschneider mit Schneidrad
- großes Küchen- oder Pizzamesser
- Wiegemesser
Alle drei können Pizza schneiden. Sie unterscheiden sich allerdings deutlich in ihrer Handhabung.
Pizza mit dem Pizzaroller schneiden
Der Pizzaroller gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten Werkzeugen zum Portionieren von Pizza. Ein rundes Schneidrad wird mit Druck über die Pizza gerollt.
Der große Vorteil liegt in der einfachen Handhabung. Der Pizzaroller ist kompakt, lässt sich schnell ansetzen und benötigt nur wenig Platz.
Wie gut das funktioniert, hängt allerdings stark vom jeweiligen Pizzaroller ab. Ein scharfes und stabiles Schneidrad verhält sich anders als ein kleines oder stumpfes Rad.
Bei einer kräftig belegten Pizza kann außerdem mehr als ein Schnitt notwendig sein, wenn Boden und Belag beim ersten Durchgang nicht vollständig getrennt wurden.
Pizza mit einem großen Messer schneiden
Natürlich lässt sich Pizza auch mit einem ausreichend großen und scharfen Küchenmesser portionieren.
Der Vorteil: Ein gutes Küchenmesser ist in vielen Haushalten ohnehin vorhanden. Für gelegentliche Pizzaabende muss deshalb nicht zwingend ein zusätzliches Werkzeug gekauft werden.
Bei großen Pizzen kann das Schneiden allerdings etwas umständlicher werden. Ist die Klinge deutlich kürzer als die Pizza, muss abschnittsweise gearbeitet werden.
Außerdem sollte man beim Schneiden auf einem Holzbrett nicht unnötig mit der Messerspitze in die Oberfläche drücken. Schnittspuren gehören bei einem benutzten Schneidebrett zwar dazu, trotzdem muss das Brett nicht stärker als notwendig beansprucht werden.
Pizza mit dem Wiegemesser schneiden
Ein Wiegemesser funktioniert anders als ein Pizzaroller. Statt ein kleines Rad über die Pizza zu führen, wird eine breite, gebogene Klinge aufgesetzt und mit einer wiegenden Bewegung durch die Pizza geführt.
Gerade bei einer größeren Pizza finden wir dieses Prinzip interessant, weil ein großer Teil der Pizza gleichzeitig von der Klinge erfasst werden kann.
Wichtig ist auch hier eine ausreichend scharfe Klinge. Ein Wiegemesser soll die Pizza durchtrennen und nicht mit möglichst viel Kraft durch Boden und Belag gedrückt werden müssen.
Pizzaroller oder Wiegemesser – was ist besser?
Eine pauschale Antwort wäre uns zu einfach. Beide Werkzeuge funktionieren, die Arbeitsweise unterscheidet sich aber deutlich.
- Pizzaroller: kompakt, bekannt und schnell angesetzt
- Wiegemesser: breite Klinge und wiegende Schneidbewegung über einen größeren Bereich
Wer wenig Stauraum hat und ein kleines Werkzeug bevorzugt, wird mit einem guten Pizzaroller wahrscheinlich gut zurechtkommen. Wer gerne mit einer großen Klinge arbeitet und die Pizza mit wenigen Bewegungen portionieren möchte, sollte ein Wiegemesser ausprobieren.
Entscheidender als die Bezeichnung des Werkzeugs ist für uns am Ende, dass die Klinge scharf ist und sich kontrolliert über das Pizzabrett führen lässt.
Warum wir Pizza auf einem Holzbrett schneiden
Für uns ist das Pizzabrett nicht nur eine Unterlage zum Präsentieren der fertigen Pizza. Es soll tatsächlich benutzt werden.
Die Pizza kommt auf das Brett, wird dort portioniert und kann anschließend direkt darauf serviert werden. Dadurch benötigen wir für diese Schritte nicht mehrere unterschiedliche Unterlagen.
Unser rundes Pizzabrett fertigen wir deshalb als Schneide- und Servierbrett aus massiver Eiche.
35 oder 40 cm – die Fläche muss zum Schneiden passen
Neben dem Schneidewerkzeug spielt auch die Größe des Bretts eine Rolle. Liegt die Pizza fast exakt bis an die Außenkante des Bretts, bleibt beim Schneiden nur wenig zusätzliche Fläche.
Etwas Platz rund um die Pizza macht das Arbeiten angenehmer.
Wir fertigen unsere Pizzabretter deshalb in zwei Größen:
- 35 cm Durchmesser: ca. 20 mm stark
- 40 cm Durchmesser: ca. 25 mm stark
Welche Größe zu deiner Pizza passt, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zur richtigen Pizzabrett-Größe.
Sollte eine Pizza direkt nach dem Backen geschnitten werden?
Eine Pizza muss nicht minutenlang herumstehen, bevor sie geschnitten werden kann. Direkt nach dem Backen sind Käse und Belag allerdings besonders heiß und beweglich.
Wir legen die Pizza zunächst vollständig auf das Brett und achten darauf, dass sie vernünftig liegt. Anschließend wird sie portioniert.
Wenn der Belag beim Schneiden stark verrutscht, kann ein kurzer Moment vor dem ersten Schnitt helfen. Wie stark dieser Effekt auftritt, hängt allerdings von Pizza, Belag und Backergebnis ab.
So schneiden wir eine runde Pizza in Stücke
Für möglichst gleichmäßige Stücke orientieren wir uns an der Mitte der Pizza.
Bei einer klassischen Aufteilung wird zunächst möglichst mittig von einer Seite zur gegenüberliegenden Seite geschnitten. Der nächste Schnitt kreuzt den ersten ebenfalls ungefähr in der Mitte.
Anschließend können die entstandenen Bereiche weiter geteilt werden.
Ob daraus vier, sechs oder acht Stücke werden, hängt von der Größe der Pizza und davon ab, wie groß die einzelnen Stücke sein sollen.
Was passiert mit den Schnittspuren im Holz?
Wer ein Pizzabrett tatsächlich zum Schneiden verwendet, wird irgendwann Schnittspuren sehen. Das ist bei einer Holzoberfläche normal.
Wir versuchen deshalb nicht, unser Pizzabrett als dauerhaft makellose Servierplatte zu konstruieren. Es ist ein Gebrauchsgegenstand.
Der Vorteil eines ausreichend starken Massivholzbretts liegt für uns darin, dass oberflächliche Gebrauchsspuren nicht zwangsläufig das Ende des Produkts bedeuten.
Je nach Art und Tiefe der Spuren kann die Oberfläche später angeschliffen und anschließend neu behandelt werden.
Darum verzichten wir beim Pizzabrett auf eine Saftrille
Bei klassischen Schneidebrettern kann eine Saftrille sinnvoll sein, wenn beim Schneiden größere Mengen Flüssigkeit aufgefangen werden sollen.
Bei unserem Pizzabrett haben wir uns dagegen bewusst für eine freie, ebene Fläche entschieden.
Dadurch steht möglichst viel der runden Oberfläche zum Schneiden und Servieren zur Verfügung. Gleichzeitig kann das Schneidewerkzeug ohne umlaufende Vertiefung über die Fläche geführt werden.
Pizzabrett und Pizza-Arbeitsbrett erfüllen unterschiedliche Aufgaben
Auch beim Thema Schneiden ist die Unterscheidung wichtig.
Unser großes rechteckiges Pizza-Arbeitsbrett ist für die Vorbereitung gedacht: Teig formen, ausziehen und die Pizza belegen.
Das runde Pizzabrett kommt nach dem Backen zum Einsatz. Darauf wird die fertige Pizza geschnitten und anschließend serviert.
So hat jeder Arbeitsschritt seine passende Fläche.
Unser Fazit zum Pizza schneiden
Pizzaroller, großes Messer und Wiegemesser können grundsätzlich alle zum Portionieren einer Pizza verwendet werden. Welches Werkzeug am besten passt, hängt auch davon ab, welche Arbeitsweise dir persönlich liegt.
Für uns sind vor allem drei Punkte entscheidend: eine scharfe Klinge, eine kontrollierte Schneidbewegung und ein ausreichend großes Brett unter der Pizza.
Und das Pizzabrett darf dabei ruhig zeigen, dass es benutzt wird. Schnittspuren gehören bei einem echten Schneidebrett zum Pizzaabend dazu.
Häufige Fragen zum Pizza schneiden
Womit schneidet man Pizza am besten?
Pizza lässt sich mit einem scharfen Pizzaroller, einem ausreichend großen Messer oder einem Wiegemesser schneiden. Welches Werkzeug besser passt, hängt unter anderem von der Größe der Pizza und der bevorzugten Schneidbewegung ab.
Ist ein Pizzaroller oder Wiegemesser besser?
Ein Pizzaroller ist kompakt und wird mit einer rollenden Bewegung durch die Pizza geführt. Ein Wiegemesser besitzt dagegen eine breite, gebogene Klinge und wird mit einer wiegenden Bewegung eingesetzt. Beide können gut funktionieren, wenn die jeweilige Klinge ausreichend scharf ist.
Kann ich Pizza auf einem Holzbrett schneiden?
Auf einem dafür vorgesehenen Holzbrett ja. Unsere Pizzabretter sind ausdrücklich zum Schneiden und Servieren gedacht. Dabei entstehen mit der Zeit Schnittspuren auf der Holzoberfläche.
Macht ein Pizzamesser das Holzbrett kaputt?
Eine Messerklinge hinterlässt bei regelmäßiger Nutzung Spuren auf einer Holzoberfläche. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass das Brett unbrauchbar wird. Je nach Zustand und Tiefe der Gebrauchsspuren kann eine massive Holzoberfläche später angeschliffen und neu behandelt werden.
Wie viele Stücke schneidet man aus einer Pizza?
Das hängt von Durchmesser und gewünschter Portionsgröße ab. Eine runde Pizza kann beispielsweise in vier, sechs oder acht Stücke geteilt werden. Entscheidend ist weniger eine feste Zahl als eine möglichst gleichmäßige Aufteilung über die Mitte der Pizza.
Welche Größe sollte das Pizzabrett zum Schneiden haben?
Das Brett sollte ausreichend groß für die fertige Pizza sein. Etwas zusätzliche Fläche rund um die Pizza erleichtert das Schneiden. Wir fertigen unsere Pizzabretter deshalb mit 35 und 40 cm Durchmesser. Einen ausführlichen Vergleich findest du in unserem Ratgeber zur Pizzabrett-Größe.
Wie pflege ich ein Pizzabrett mit Schnittspuren?
Nach der Nutzung sollte das Brett gereinigt werden und vollständig trocknen können. Es gehört nicht in die Spülmaschine und sollte nicht längere Zeit in Wasser liegen. Weitere Hinweise zur laufenden Pflege und zur späteren Aufarbeitung findest du unter Pflege & Reparatur.
Mehr über Pizzabretter, Pizza-Arbeitsflächen und unsere Erfahrungen rund ums Pizzabacken findest du im Nature Crafts Pizza-Ratgeber.
